Datensicherung mit Backblaze

Mit Backups ist das so eine Sache. Oft denkt man erst daran, wenn es schon zu spät ist. Ich kenne viele Menschen, die völlig unbedarft mit ihren Daten umgehen. Wenn dann aber etwas passiert, ist die Panik und der Aufschrei groß. Aber das Ganze wäre so teuer, oder aufwändig, oder beides.

Ich selbst setze hier auf eine Mischung aus Cloud-Sync, NAS und seit neuestem noch Backblaze.

Im Prinzip handelt es sich bei Backblaze um einen unbegrenzt großen Speicherplatz in einem (oder mehreren) Rechenzentren, auf den durch eine spezielle Software (Client) alle Dateien meines Rechners gesichert werden.

Backblaze Client

Im Falles eines Datenverlustes kann ich dann auf diese Sicherungen zurückgreifen.

Etwas ungewohnt war für mich anfangs die Tatsache, dass Backblaze erstmal einfach alles sichern will. Die Software legt los und sichert den kompletten Rechner. Das kann beim ersten Durchlauf – je nach Upload-Geschwindigkeit der eigenen Internetverbindung – etwas Zeit in Anspruch nehmen. Statt der Software nun zu sagen, was man sichern möchte, kann man in einer Blacklist jede Dateien und Ordner auswählen, die eben nicht gesichert werden sollen. Alles was nicht in dieser Liste steht, wird also gesichert.

Backblaze Ausnahmen

Möchte man das Ganze verschlüsselt sichern, kann man dafür einen privaten Schlüssel erstellen. Die Daten werden dann vor der Übertragung verschlüsselt. Will man diese Wiederherstellen oder sich den Datenbestand online anzeigen lassen, muss dieser natürlich vorher eingegeben werden.

Backblaze privater Schlüssel

Idealerweise ist der private Schlüssel nicht identisch mit dem eigentlichen Passwort zum Backblaze-Account.

Kommt es nun zu einem Datenverlust, bietet Backblaze 3 Möglichkeiten eines Restore an:

  1. man lässt die gewünschten Dateien in ein Archiv (.zip) packen und lädt dieses herunter
  2. man lässt sich die gewünschten Dateien auf einem USB-Stick zusenden
  3. man lässt sich die gewünschten Dateien auf einer Festplatte zusenden

Backblaze Restore

Die Lösungen 2 und 3 sind wohl nur bei wirklich großen Datenbeständig nötig und kosten 99 USD für den Stick bis max. 128 GB und 189 USD für eine Festplatte mit max. 4 TB. Schickt man Platte oder Stick anschließend zurück, wird die Summe komplett erstattet. Finde ich absolut fair.

Der eigentliche Dienst ist ansonsten ab 5 USD im Monat erhältlich. Reicht mir also der Download meiner Dateien, kostet mich der – hier schlecht übersetzte – „peace of mind“ nur besagte 5 USD (oder etwas weniger bei jährlicher Zahlung).

Backblaze Preise

Ich selbst habe das Restore bisher zweimal mit nur wenigen Dateien in kleiner Größe versucht und es gab keinerlei Probleme.

Backblaze Restore Test

In einem weiteren Test werde ich mal 2-3 GB zusammenstellen und schauen, wie gut es funktioniert und wie schnell es geht.

Eine Anmerkung noch: Ein Backup muss vor dem eigentlichen Download immer erst von den Servern erstellt werden. Es kann also – je nach Größe – ein wenig dauern, bis die Backblaze-Server dieses erstellt haben. Es ist also unter Umständen nicht möglich, auf diese Art unterwegs mal eben schnell auf die eine oder andere Datei zuzugreifen. Backblaze ist wirklich eine reine Sicherung für den Notfall und für alles weitere sollte man dann auch weiterhin auf Cloudspeicher wie Dropbox, Google Drive oder OneDrive setzen.

Mir persönlich ist das Ganze aber die 5 USD im Monat wert und ich habe zumindest ein besseres Gefühl. Ich habe so zusätzlich zur lokalen Speicherung, dem Online-Sync und dem Backup auf dem NAS eine Sicherung, die außerhalb meiner eigenen 4 Wände liegt.

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