Google Drive File Stream ist da

Eines vorweg: Google Drive File Stream ist nur für G Suite – also Gmail mit eigener Domain verfügbar. Nutzer der kostenlosen Version (@gmail.com und @googlemail.com) kommen nicht in den Genuss.

Ging es in meinem letzten Beitrag noch um die Entscheidung, auf Office 365 oder G Suite umzusteigen, bin ich aktuell schon mit G Suite unterwegs. Mehr dazu dann aber in einem weiteren Post, den ich die Tage nachreiche.

Kaum war ich also auf G Suite Business (8 EUR/Monat mit unbegrenztem Speicherplatz) umgestiegen, kam ich auch schon in den Genuss von Google Drive File Stream. Veröffentlicht wurde das Ganze von Google am 26.09.2017. Über die Drive-Webseite lässt sich der Download starten.

Google Drive File Stream Download

 

Nach der Installation findet man auf dem Arbeitsplatz ein neues Laufwerk –

Google File Drive Stream Laufwerk

Besagtes Laufwerk beherbergt nun alle Daten aus dem eigenen Google Drive Cloudspeicher – allerdings mit einer Besonderheit: Die Dateien werden nicht einfach heruntergeladen, wie es bei Google Drive Backup & Sync oder dem Vorgänger Google Drive Desktop Client der Fall ist. Vielmehr werden die benötigten Dateien gestreamt. Ähnlich wie OneDrive es bereits in der Vergangenheit tat (und dann von Microsoft seltsamerweise wieder entfernt wurde), arbeitet Google hier mit Platzhaltern. Ich sehe also passende Icons für alle Dateien – geladen werden sie jedoch erst, wenn sie benötigt werden.

Es gibt jedoch eine Option, um ausgewählte Ordner stets lokal bereit zu halten – also auch offline darauf zugreifen zu können.

Google Drive File Stream Offline Dateien

Das Ganze funktioniert an sich seht gut – 2 Dinge stören mich jedoch:

  1. Binary Diff ist noch immer nicht verfügbar. Darunter versteht man die Möglichkeit, bei Dateien nur jene Teile neu zu übertragen, die verändert wurden. Dropbox bietet dies bspw an. Ändert man also in einem Dokument mit 100 Seiten nur eine einzige Seite, lädt Dropbox auch nur diese Änderungen auf die Server. Bei Google Drive wird die komplette Datei neu geladen.
  2. Aktuell lässt sich der Cache – also der Speicher für die geladenen Dateien – nicht frei definieren. Eingebunden wird das Ganze als neues Laufwerk – der tatsächliche Speicherplatz befindet sich jedoch auf Laufwerk C: Besonders ärgerlich also für Nutzer mit einer vergleichsweise kleinen SSD und einer größer bemessenen HDD als zweite Festplatte. Hier sollte Google eine Option einbauen, den Speicherort frei wählen zu können.

Zumindest für Problem 2 habe ich eine gute Lösung gefunden. Wie das Ganze funktioniert und ich den Speicher selbst wählen konnte verrate ich euch in meinem nächsten Beitrag hier.

Ansonsten bin ich bisher zufrieden mit Drive File Stream.

Aktivitäten werden übrigens stets durch ein animiertes Icon in der Taskleiste angezeigt. Hier kann man auch einsehen, welche Dateien gerade bearbeitet werden.

Google Drive File Stream Icon Taskleiste

Bitte denkt auch daran, dass das Ganze in der Admin-Konsole freigeschaltet sein muss.

Google Drive File Stream Admin-Konsole

Ich werde das Ganze in den nächsten Tagen und Wochen weiter testen und dann hier berichten.

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