Linux #2545

Nachdem ich in den letzten Jahren immer Mal wieder Lust hatte, eine Linux-Distribution zu testen, habe ich mich dieses Mal entschieden, das Ganze nicht nur als „Ausprobieren“ laufen zu lassen – ich wollte vielmehr für eine gewisse Zeit komplett auf Windows verzichten.

Bisher war es diesbezüglich bei mir so, dass ich eine Live-CD genutzt habe (bzw USB-Stick) und das Ganze dann durch herumspielen einfach ein wenig ausprobiert wurde. Gelegentlich habe ich auf einem alten Rechner auch mal Eine Distribution installiert und 1-2 Tage getestet. In der Regel bin ich dann nach wenigen Tagen aber wieder zurück zu Windows. Gründe dafür gab es viele:

  • wechselfaul
  • Linux-Terminal
  • es lief nicht out-of-the-box rund
  • Design
  • uvm

Doch dieses Mal wollte ich es anders angehen. Windows komplett auf meinem alten Thinkpad T420 deinstallieren und dann sauber beginnen. Also alles geräumt und beide Platten (SSD und HDD) formatiert. Danach ging es dann los. Zunächst habe ich verschiedene Live-Systeme getestet und dabei als erstes OpenSuse, Debian, Arch und Fedora von meiner Liste gestrichen. Ehrlich gesagt habe ich über die Gründe gar nicht groß nachgedacht. Wir passten einfach nicht zusammen und ich hatte nicht dieses „gute Gefühl“.

Weiter ging es mit Ubuntu, Ubuntu Mate, Ubuntu Gnome und Kubuntu. KDE wurde als nächstes ersatzlos von meiner Liste gestrichen und somit natürlich auch Kubuntu. Nun ist mir klar, dass ich im Prinzip auch einfach das „klassische“ Ubuntu installieren kann und dann per Klick zwischen Unity, Gnome und Co wechseln kann. Aber wie ich im Ubuntu-Wiki lesen musste, wird dort empfohlen, direkt die entsprechende Version zu verwenden. Also Kubuntu statt Ubuntu mit KDE, Xubuntu statt Ubuntu mit Xfce, usw

Als nächstes konnte ich dann Unity durchstreichen. Ich werde direkt mit Amazon in der Leiste begrüßt und bin quasi gezwungen, die Fenster-Schaltflächen auf der linken Seite zu akzeptieren. Gibt es sicher Lösungen – aber nicht mit mir. Gnome war dann übrigens der nächste Kandidat auf meiner Todesliste. Das „Startmenü“ sieht nice aus, ich mag das dunkle Theme und es wirkt irgendwie schick auf mich. Aber dann versuchte ich, das Ganze etwas mehr an meinen Geschmack und meine Bedürfnisse anzupassen und.. naja.. gestrichen!

Ich habe das Ganze dann auf 3 mögliche Kandidaten und Oberflächen eingegrenzt. Mate, Cinnamon und die modifizierte Version von Xfce in Manjaro. Ubuntu Mate flog dann als nächstes raus. Keine Ahnung, was mein Problem mit Ubuntu ist.. es wirkt irgendwie.. seltsam auf mich. Alles lief rund und es gab keine Probleme. Aber es machte auch nicht Klick. Vielleicht war es schon alleine die Schriftart, mit der mich die neue Installation begrüßte.

Es blieben Manjaro und – aufgrund von Cinnamon und Mate – Linux Mint übrig.

Manjaro lief als Live-System super. Es sah geil aus, wirkte stabil und gefiel mir einfach richtig gut. Ich würde ihm 90-95 von 100 Punkten auf meiner eigenen Skala geben (die ich mir gerade ausgedacht habe). Probleme gab es dann aber beim installieren. Vielleicht haben mich die Installations-Assistenten von Ubuntu und Co. einfach zu sehr verwöhnt – aber ich bin nicht sofort durchgestiegen. System verschlüsseln? Ja bitte. Wieso wechselt er jetzt von ext4 zu LUKS? Unter Ubuntu verschlüsselt er doch auch mit ext4!? Aber okay.. ich mache mal weiter. Installation abgeschlossen, reboot und.. und.. GRUB ERROR..

Okay.. habe im Nachhinein schnell herausbekommen, dass es wohl am EFI-Legacy-Bios-Gedöns lag. Da ich aber genervt war – Manjaro kann da nichts für – wollte ich erst mal noch Linux Mint testen.

An der Stelle kann ich es kurz machen: Ich liebe es !

Sowohl Mate als auch Cinnamon gefallen mir extrem gut und alles lief einfach total smooth. Entschieden habe ich mich dann aber für Cinnamon. Fühlte sich einfach noch ein wenig besser an. Mir ist klar, dass ich als Linux-Neuling nicht mal ansatzweise die tatsächlichen Unterschiede kenne oder erkennen kann. Aber hey.. ich bin willig zu wechseln und da suche ich mir erst Mal mein Linux nach Bauchgefühl aus. Alles andere kommt dann später.

So sieht das Ganze nun nach einem Tag bei mir aus:

Linux Mint Cinnamon mit Cairo-Dock

 

Als nächstes werde ich mich dann mal mit den Rechten befassen und schauen, wieso Cairo-Dock gelegentlich einen eigenen Kopf hat. Dann muss ich noch eine Möglichkeit oder Alternative für/von Evernote finden.

Ich werde weiter berichten.

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